Radiointerviews mit den Dhoop-Sticks

Unser zehnminütiges Interview bei Radio Eins Berlin findet Ihr hier.

 

Ausserdem waren wir zu Gast im legendären Piraten-Sender Station25 in der Bar25. Dort haben wir zusammen mit den »Hasan-Brothers« viele Songs live eingespielt und hatten definitiv einen super-lustigen Abend. Den Download findet Ihr hier.

 

»Dhoop-Sticks« – Euroindischer Mix kommt an

Schwäbische Zeitung | 27. Aug. 2008 | Von Paul Stadelhofer

Mit freundlicher Erlaubnis der Schwäbischen Zeitung

 

HEGGELBACH - Das Land der Schmetterlinge und frei laufenden Elefanten; Spiritualität an jeder Ecke: Diese Erinnerung an Indien schimmert immer wieder durch das erste Album der »Dhoop-Sticks« ("»Räucherstäbchen«) namens »Indian traffic«. Am Samstag hat das deutsche Duo die Platte bei einem Konzert in Heggelbach zum Kauf freigegeben und geht nun mit der Scheibe und zwei  aus Indien eingeflogenen Musikern auf Tour.

 

Am ehesten erinnert die luftig, aromatische Musik von »Dhoop-Sticks« an die süßlichen Erzählungen von Reisenden, durch deren Frohsinn immer wieder eine Spur von Sehnsucht säuselt. Der Bericht aus einem fernen Land in einem vertrauten Ton also. Einem durchaus radiofähigen Ton, der entfernt an Cat Stevens, Hippies und Funk erinnert. »Sufi-Pop« nennen das Jojo Büld aus Berlin-Kreuzberg und Anna Kalberer aus Heggelbach, die gemeinsam die »Dhoop-Sticks« sind. »Vom Herzen berührt«, nennt es der »Sufi«-Musiker Mehandi Hasan, der gemeinsam mit seinem Bruder Naushad Hasan aus der »pinken-Stadt«, Jaipur in Rajasthan (Indien) von dem deutschen Duo eingeflogen wurde und in den kommenden zwei Monaten mit den »Dhoop-Sticks« quer durch die »deutsche Fremde« tourt.

 

»Klänge kommen aus uns heraus«

 

»Sufis stammen aus dem Islam, versuchen aber jenseits von religiöser Voreingenommenheit alle Glaubensrichtungen miteinander zu verbinden. Sie glauben an den universalen Gott und an die Liebe«, lächelt Jojo Büld mit einem elektrisierten Blick. Und diese Verbindungen verschiedener kultureller und religiöser Eigenheiten sei das, was die Musik der »Dhoop-Sticks« ausmacht. Ein Klangmix aus westlichem Pop und indischem Folk. Ungekünstelte und doch präzise komponierte englischsprachige Musik, die – jenseits der üblichen Kinderkrankheiten junger Bands – vor poppiger Natürlichkeit strahlt. »Kein Konstrukt. Wir versuchen uns nicht in ein Konzept zu pressen, sondern machen die Klänge so, wie sie aus uns heraus kommen«, erklärt Anna Kalberer. Wohl genau deshalb  gehören ihre ungezwungenen Plaudereien und familiären Interaktionen mit dem Publikum ebenso zu den »Dhoop-Sticks«, wie die indischen, exotischen  Instrumente Sitar (Saiteninstrument) und Tablas (Trommeln). Ganz zu schweigen von der regelmäßigen Frage der Künstler nach dem Wohlempfinden ihrer Zuhörer. Im Jahre 1999 trieb es Büld und Kalberer zum ersten mal zwischen Rikschas und Teeverkäufern durch den exotisch-rauschenden indischen Verkehr, und da sie seit ihrer Kindheit Instrumente in Händen hielten, vertonten sie bereits damals ihre Eindrücke in rund 20 Liedern. Zwölf  davon sind nun –nach acht Jahren der Rückbesinnung und Weiterentwicklung – auf dem Album »Indian traffic« gelandet. Ihr Land der Schmetterlinge und frei laufenden Elefanten ließ die beiden in dieser Zeit nicht wieder los, und als sie im vergangenen Winter bei einer Indien-Reise die Hasan-Brüder hörten, entstand eine hörenswerte musikalische Romanze, aus der sich gemeinsame Auftritte in Indien, ersteEinladungen aus Europa und eben jenes Album-release-Konzert im »Parlatent« in Heggelbach ergeben haben. Dieses fand in typisch indischer Manier im Sitzen statt. Anna Kalberer (Geige, Flöte, Gitarre) ließ viel zu selten ihre wunderbare Stimme erklingen. Mehandi Hasans warme Stimme ergänzte perfekt. Eine überzeugende und gefühlsstarke Zusammenarbeit. Sicherlich ist es auch sie, die neben exklusiv aufgeführten indischen Volksliedern, dazu beitrug, dass die 70 Zuhörer Schlange standen beim ersten Verkauf von »Indian traffic«.

 

 

West und Ost nach Noten

Südkurier | 26. Aug. 2008 | von Petra Lanzer

»Draußen: ein Bauernhof, Scheunen, Traktoren. Drinnen: Räucherstäbchen, indische Stoffe und Sitar-Klänge. Die Atmosphäre west-östlicher Gegensätze bildete den Hintergrund für das Konzert der ›Dhoop-Sticks‹ ...«

 

Den ganzen Artikel des Südkuriers findest Du hier und Fotografien vom Konzert hier.